Von Gin und Tonic

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…oder, wie ich eine neue Leidenschaft für mich entdeckt habe.

Es war ein Freund von mir, der eines Abends im Rahmen einer Feierei in der Schanze sagte: „wir gehen jetzt einen Gin trinken!“

Auf meine Frage, wie Gin denn schmecken würde, sagte er : „es schmeckt, wie Tanne riecht.“

Eine sehr schöne Beschreibung, ich liebe es, wenn Menschen die Fähigkeit besitzen, dinge anschaulich zu erklären. Ohne viele Umschweife auf den Punkt gebracht.

Für mich war Gin völliges Neuland, der Erste, ein Hendrick´s Gin mit Gurke. Ganz gut eigentlich für den Anfang.

Gin hat eine lange Geschichte, mitte des 17. Jahrhunderts brachte, laut historischer Quellen, Wilhelm III. von Oranien-Nassau bei der Thronbesteigung ein Wacholderschnaps namens „Genever“ mit aus seiner Heimat nach England.

Der Name leitet sich ebenso indirekt aus dem lateinischen „Juniperus“ ab, der botanische Begriff für Wacholder, auf englisch juniper berries. Meistens wird aber das Getränk „Genever“ als Namensgeber genannt. Gin wird aus stärkehaltigen Ausgangsstoffen gebrannt, dies ist meist Getreide oder Melasse. Er erhält seinen charakteristischen Geschmack  während der Destillation aus Kräutern, in erster Linie aus Wachholder und Koriander. Die Palette von Geschmäckern ist groß und letztlich der „künstlerischen Freiheit“ des Herstellers überlassen, welche Geschmacksnoten im Vordergrund dominant erscheinen sollen.

Wer anfängt sich näher mit Gin zu beschäftigen, dem wird auffallen, dass es verschiedene Bezeichnungen gibt : Dry Gin, Destilled Gin, London Dry Gin.

Wo ist der Unterschied : in der EU-Verordnung. Die Bezeichnung „London Dry Gin“ ist wie ein Gütesiegel oder Reinheitsgebot. Ginsorten mit dieser Bezeichnung unterliegen strengen Kontrollen und Reglementierungen. Eine gut geschriebene und ausführliche Erklärung dazu findet ihr auf dem Blog Ginspiration. Es lohnt sich, dort vorbeizuschauen!

img_0068Beim ersten Ginfestival hier in Hamburg letzten Sommer hatte ich die Gelegenheit einen Abend lang in ansprechendem Ambiente, diverse Ginsorten zu probieren und stieß auf meinen Favoriten : „The Botanist“ !

Er kommt von der Hebrideninsel Islay und wird in der Distellerie Bruichladdich gebrannt. Der Erste und Einzige Gin aus der Destillerie. Das Besondere an dem Gin ist nicht nur das Brennverfahren, sondern auch seine Botanicals. Neben den 9 typischen, finden sich noch 13 weitere in diesem Gin, die ausschließlich von der Insel sind und dort von Hand gepflückt werden. Daher stammt auch der Name des Gins.

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Gebrannt wird in einer Brennblase, die den Namen „Ugly Betty“ trägt. Sie wurde ursprünglich für die Produktion vom Hauseigenen Single Malt Whisky hergestellt. Hat dann jedoch eine andere Bestimmung bekommen. Die Destillation nimmt eine lange Zeit für sich in Anspruch, durch den geringen Druck beim Brennverfahren entfalten alle Kräuter ihre Aromen, was den Gin sehr würzig macht, er jedoch recht mild bleibt.

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Dieser Gin ist ein Allrounder. Er eignet sich hervorragend für einen „Gin & Tonic“ hier passen am ehesten ein neutrales oder würziges Tonic oder man nimmt ihn für einen Longdrink.

 

 

Folgendes Rezept dazu können wir euch empfehlen :

 

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Zubereitung :

Eine halbe handvoll Basilikum zusammen mit dem Zitronensaft mit einem Stößel zerdrücken. So bilden sich die Aromen beider Zutaten sehr gut heraus – nicht zu lange, sonst verliert der Basilikum seine frische Note. Gin und Zuckersirup hinzufügen und mit Eis im Shaker vermengen. Alles gut durchmixen und  Abschliessend in ein mit einigen Eiswürfeln gefülltes Glas, abseihen (Durch ein Barsieb, wer keines hat, kann sich auch mit einem normalen feinporigen Sieb aushelfen).

Mit Basilikum Zweig dekorieren und servieren und/oder genießen.

Guten Genuss wünsche ich euch und nicht vergessen : verantwortungsvoll genießen!

 

Ihr findet diesen Gin bei uns im Onlineshop oder in unserem Geschäft in der

Hermann-Balk Str. 123 in 22147 Hamburg

 

Herzliche Grüße

Katharina ❤

 

 

 

4 Kommentare zu „Von Gin und Tonic

  1. Danke für die Zusammenfassung. Dann brauche ich das Buch ja nicht mehr zu lesen. 😆😉
    Ich habe die Tage ein Rezept mit Kaffee gesehen. Das würde ich gerne mal probieren.
    Der Basil Smash schmeckt aber auch immer wieder gut. 😊

    Liebe Grüße, Valentina.

    Gefällt 1 Person

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